Von Steinplatten und IKEA-Möbel

So, nun ist es endlich so weit, ich bin in Finnland angekommen. Ich erzähle aber alles am besten von Anfang an. 

Vor etwa zwei Wochen stieg ich ins Flugzeug über Frankfurt nach Helsinki, um von dort dann mit dem nationalen Juniorenkader mit den Büsslis nach Tampere ins Trainingslager zu fahren. Zum Glück schafften es alle unsere Gepäckstücke bis nach Helsinki und keines ging irgendwo verloren. Nachdem wir am Flughafen auch noch den Rest des Kaders getroffen hatten (einige kamen direkt vom O-Ringen in Schweden), ging unsere Reise los. Bis nach Tampere waren es etwa 2 Stunden. Von dort ging es noch einmal etwa eine halbe Stunde hinaus in die Pampa, irgendwo an den Näsijärvi nach Murikka, wo unsere Unterkunft war und wir auch nächstes Jahr an der JWOC wohnen werden. Alle freuten sich auf ein typisch finnisches Nachtessen, was uns dann aufgetischt wurde, war leider nur noch der sogenannte "Evening-Snack", den es jeden Tag nach dem Nachtessen gab, da wir ein wenig spät ankamen. Auf jeden Fall waren dann alle genug müde um nach dem langen Reisetag früh ins Bett zu gehen. 

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Am nächsten Morgen erwartete uns schon das erste Training. Alle waren gespannt und freuten sich, doch keiner wusste da, dass das Gelände nicht wirklich schön sein würde... Im Gegenteil. Der Wald war ziemlich ruppig und der Untergrund stellte sich mit dem vielen Fallholz als Hindernislauf heraus. 

Viel besser wurde es aber dann am nächsten Tag! Es stand ein Massenstart-Rennen gegen (oder mit) ein paar andern Nationen an. Das Gelände war diesmal wunderschön und erlaubte schnelles Lauftempo, welches wiederum zu kleineren oder grösseren Fehlern führte... Ich genoss aber das Gefühl von Steinplatte zu Steinplatte springen zu können und so kam ich glücklich im Ziel an. 

Nach 4 Tagen in Tampere wechselten wir dann am Mittwoch nach Turku, wo uns noch einmal anderes Gelände erwartete. Hier konnte man richtig Steinplatten-Surfen und am Abend-OL, an welchem wir teilnahmen, konnte ich einen Lauf ohne grossen Zeitverlust ins Ziel bringen. 

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Den letzten Abend konnten wir noch mit selbstgemachtem Heidelbeerkuchen geniessen (wobei die Beeren nicht ganz legaler Herkunft waren...), bevor es dann für zumindest das halbe Kader wieder nach Hause ging. Der Rest weilt noch ein bisschen im Norden während Valérie und ich den Zug zurück nach Tampere nahmen um unsere neue Wohnung zu beziehen! 

Und dies war schon ein weiteres Highlight! Den ersten vollgepackten Tag verbrachten wir mit der Familie Haanpää in der IKEA, wo wir uns die nötige Einrichtung kauften. Diese half uns dann in der Wohnung auch die Lampen zu installieren, die Vorhänge aufzuhängen, usw. Ich bin unendlich dankbar für alles, was sie für uns getan haben und immer noch tun, denn das war wirklich viel! Jokke der uns die Wohnung organisiert hat, hat eine Meisterleistung vollbracht, denn diese ist super auf uns zugeschnitten! 

Nach dieser intensiven Zeit, kam aber eine lange Woche, inder wir nicht wirklich etwas zu tun hatten. Zu viel Zeit war also da, die ganze Situation zu überdenken. Es hat so viele tolle Momente da mit all den netten Leuten und doch freue ich mich unendlich fest darauf meine Familie im September in gewohnter Umgebung wieder zu sehen und einfach mal zu Hause zu sein in der schönen Schweiz. Denn diese begann ich in den letzten Tagen wirklich zu schätzen. Hier hat es einfach doch nicht alles, was es in der Schweiz gibt (z.B. die Berge oder mein Rennvelo und vor allem die Biketouren im Jura). Dafür gibt es hier feine Zimtschnecken, Goodies und Mustikkakeitto ;)

Morgen kommt aber wieder ein bisschen Aufwind in die ganze Sache. Zuerst werden wir an eine regionale Meisterschaft fahren, bevor wir dann ins Sommerhaus der Familie Haanpää gehen und dort den Rest des Wochenendes verbringen. 

See you soon Switzerland :)